Vitamine – Wichtige Helfer beim Muskelaufbau

Wer daran interessiert ist, Muskelaufbau zu betreiben, für den gilt es, auf viele Dinge zu achten. Dazu gehören insbesondere natürlich das richtige Training und Erholungsphasen, aber auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Wichtig ist dabei nicht nur auf viel Eiweiß zu setzen, sondern auch auf die ausreichende Zufuhr von Vitaminen, die den Muskelaufbau unterstützen. Essentiell sind dabei insbesondere die B-Vitamine, die unmittelbar am Aufbau der Muskelmasse beteiligt sind.

Die B-Vitamine

Zu den wichtigen B-Vitaminen gehören das Vitamin B1, Vitamin B6 und B12. Der größten Teil des Bedarf kann über die Nahrung aufgenommen werden. Enthalten sind sie vor allem in Fleisch und Milchprodukten. Das Vitamin B1, das auch als Thiamin bezeichnet wird, erhöht insofern die Leistungsfähigkeit der Muskeln, indem es den Abbau von Milchsäure beschleunigt. Zudem ist es auch am Kohlehydratstoffwechsel beteiligt. Zu wenig dieses Vitamins kann daher zu Müdigkeit führen. Enthalten ist es in Fisch, Nüssen und Geflügel.
Vitamin B6 spielt eine wichtige Rolle bei der Eiweißsynthese. Verantwortlich für den Aufbau von Proteinen ist schließlich das Vitamin B12. Zwar kann der Körper dieses Vitamin nicht selbst herstellen, aber durch Speicherung in der Leber kommt es nur selten zu einem Mangel. Vorrangig ist es in tierischen Produkten enthalten. Weitere B-Vitamine sind die Pantothensäure (B5) und Vitamin B9.

Weitere Helfer für den Muskelaufbau

Natürlich ist es als Sportler ratsam, weitere wichtige Vitamine, wie zum Beispiel Vitamin C oder E, zu sich zu nehmen. Das Vitamin C ist wohl das bekannteste aller Vitamine. Häufig begegnet man ihm in der Werbung, weil es dafür bekannt ist, das Immunsystem zu stärken. Der Körper benötigt es jedoch auch unter anderem zur Verwertung von Eisen. Vitamin C ist besonders in orangen oder gelben Früchten enthalten.

Nur von Organismen, die Photosynthese betreiben können, wird das Vitamin E synthetisiert. Besonders gegen Krankheiten, die typisch für ein höheres Alter sind, wirkt das Vitamin vorbeugend.

Vitamin B12-Mangel bei Veganern keine Seltenheit

Veganer nehmen keinerlei tierische Fette und Eiweiße zu sich. Doch der komplette Verzicht kann zu Mangelerscheinungen führen und im Körper für eine zu geringe Vitaminzufuhr sorgen. Da B12 als Vitamin auch für die Bildung roter Blutkörperchen von großer Bedeutung ist, leiden Veganer nicht selten an einer ernährungsbedingten Anämie. Diese äußert sich in sinkender Belastbarkeit, sowie in einer blassen und ungesund wirkenden Hautfarbe. Liegt ein Mangel des lebensnotwendigen Vitamins vor, kann sogar die DNA Synthese gestört werden. Auf diversen Webseiten und in diversen Fachbüchern erfährt der Interessent alles über das wichtige Vitamin und die Probleme, welche beim Mangel auftreten.

Pflanzen enthalten kein B12

Aber auch tierische Nahrung enthält in ihrer Form kein Vitamin B12. Allerdings wird dieses Vitamin durch die Aufnahme tierischer Produkte gebildet, was bei pflanzlicher Nahrung und dem vollständigen Verzicht auf tierische Kost nicht möglich ist. Schwere Mangelerscheinungen können sogar zu Problemen in der Bewegungskoordination, sowie zu ernsthaften Psychosen führen. Um einem schweren Mangel vorzubeugen und sich davor zu schützen, sollten Veganer in regelmäßigen Abständen ihr Blut untersuchen und sich über den Vitamingehalt im Körper informieren lassen. Das lebensnotwendige Vitamin B12 kann dem Körper künstlich zugeführt werden. Verschiedene synthetisch hergestellte Produkte werden zum Ausgleich der Mangelerscheinung angeboten, ersetzen aber nicht in vollständiger Form die natürliche Aufnahme von Vitaminen.

Veganer leben nicht gesünder

Häufig leben Veganer nicht nur mit der Aussicht auf eine bessere Gesundheit ohne tierische Produkte. Ideologien sind ein wichtiger Aspekt, warum Veganer auf tierische Kost gänzlich verzichten. Doch bei aller Liebe zum Tier und dem Gedanken daran die Umwelt zu schützen, sollte die eigene Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt werden. Im Gegensatz zum Veganer oder Rohköstler lebt der Vegetarier gesünder, da er sich nicht allen tierischen Produkten verweigert und so eine abwechslungsreichere Ernährung ermöglicht. Zur gesunden Ernährung gehören tierische Produkte zur Vermeidung von Mangelerscheinungen dazu.

Vitamin B12 Mangel kann Fibromyalgie auslösen

Möglicherweise haben auch Sie schon einmal etwas von Fibromyalgie gehört oder leiden selbst unter den Auswirkungen dieser Krankheit. Lange Zeit lagen die Ursachen dieser Erkrankung im Dunkeln, doch laut neuesten Untersuchungen soll nun auch ein Vitamin B12 Mangel für den Ausbruch dieser Krankheit verantwortlich sein. Wie diese Krankheit mit Cobalamin im Zusammenhang steht, erfahren Sie nachfolgend.

Nervlich bedingte Faser-Muskel-Schmerzen

Der Begriff Fibromyalgie beschreibt nervlich bedingte Faser-Muskel-Schmerzen. Zu den typischen Symptomen gehören beispielsweise:

  • Schmerzen in den Muskel- und Bindegewebsfasern
  • Muskelkrämpfe
  • Druckschmerzhaftigkeit an den so genannten „tender points“ (Schmerzpunkten)
  • und begleitende Symptome u. a. : Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen, Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle an den Gliedmaßen, Depressionen sowie Kopfschmerzen

Auffällig ist, dass viele Symptome denen eines Mangels an Cobalamin sehr ähneln. Bei hhp.de können Sie einen Fibromyalgie Schmerztest machen, um festzustellen inwiefern Sie betroffen sind.

Die Wirkung von Vitamin B12 auf das Nervensystem

Um die Verbindung von Cobalamin und den Faser-Muskel-Schmerzen herzustellen, ist vorerst eine Betrachung der Wirkung des B-Vitamins auf das Nervensystem notwendig. Dieses B-Vitamin ist unter anderen an der Bildung der Myelinschicht beteiligt. Die Myelinschicht ist eine Schutzhülle, die die Nervenzellen umgibt. Fehlt dieses Vitamin, so kann also diese Schutzschicht nicht mehr gebildet werden und die Nerven sind Einflüssen schutzlos ausgesetzt und können geschädigt werden. Meist spüren Betroffene in Folge dessen Kribbeln, Taubheitsgefühle und Schmerzen in den Gliedmaßen.

Der Zusammenhang mit den Faser-Muskel-Schmerzen

Vielleicht ahnen Sie schon, wo der Zusammenhang liegt. Die Fibromyalgie wurde lange Zeit als psychische Erkrankung abgestempelt und es wurde behauptet, Betroffene bilden sich ihre Symptome bloß ein. Heute wissen die Ärzte jedoch, dass es sich um eine chronische Schmerzerkrankung handelt, bei der die Nerven besonders schmerzempfindlich sind. Demzufolge bleiben die Muskeln in einer Art Daueranspannung. Grund dafür kann nun ein Mangel an Vitamin B12 sein, da dieses Vitamin beim Schutz des Nervensystems beteiligt ist. Die Nerven reagieren bei einem Mangel sensibler auf Reize. Zudem führt ein Mangel dazu, dass die Zellbildung im Knochenmark gestört wird und es dadurch zu Veränderungen bestimmter Bereiche im Rückenmark kommen kann. Dauerschäden der Nerven sind die Folge. Wirken Sie daher so gut es geht einem Vitamin B12 Mangel entgegen!